Die Gewinner des Greenpeace Photo Award 2014 sind:
Manuel Bauer, Dmitrij Leltschuk und Uwe H. Martin

Der Greenpeace Photo Award 2014 ist seit dem 1. Oktober zu Ende. Aus über hundert eingereichten Fotoprojekten zum Thema Umwelt wurden von einer Jury acht Arbeiten nominiert und auf www.photo-award.org der Öffentlichkeit vorgestellt.
Nicht fertige Fotoarbeiten galt es zu bewerten, sondern noch nicht veröffentlichte Fotoprojekte. Über 6000 Besucherinnen und Besucher gaben ihre Stimme ab. Das Projekt mit den meisten Stimmen gewann den Publikumspreis von 8000 Euro.
Zusätzlich wurden von einer internationalen Jury, zusammengesetzt aus Peter Pfrunder (Direktor der Fotostiftung Schweiz), Ingo Taubhorn (Kurator Deichtorhallen Hamburg) und Ruth Eichhorn (Bildchefin GEO), zwei Jurypreise à je 10 000 Euro verliehen.
Die von Greenpeace finanzierten Preise werden von den Fotografen für die Umsetzung ihrer Projekte verwendet. 2015 werden die Jurypreise in GEO veröffentlicht, der Publikumspreis erscheint im Greenpeace Magazin.

Gewinner Jurypreise

LeltschukDMITRIJ LELTSCHUK
TSCHUKOTKA – «AUFZEICHNUNGEN EINES JÄGERS»

Dmitrij Leltschuk, 1975 in Minsk geboren, 1999 zum Studium nach Deutschland gekommen, überzeugt mit stillen und ungemein eindringlichen Beobachtungen in einer uns fast gänzlich unbekannten Welt. Das Leben am Rande unserer Wahrnehmung, deren Melancholie des Wandels kaum einer in vergleichbar poetischen Bildern einfangen kann. Dmitrij Leltschuk wird eine Reportage realisieren, die uns eine neue Facette im Überlebenskampf der Tiere in der polarnahen Regionen zeigen wird, während der Klimawandel voranschreitet.

Ruth Eichhorn (Bildchefin, GEO)

UWE H. MARTIN
LANDRUSH – GREEN REVOLUTION 2.0

Die sozialen und ökologischen Auswirkungen der modernen Landwirtschaft sind das weltumspannende Thema von Uwe H. Martin. Seine Fotos, in denen journalistische Investigation und künstlerische Interpretation eine Synthese eingehen, überzeugen ebenso wie das relevante Thema. Aus Martins engagierter und realitätsorientierter Arbeit wird eine herausragende Fotoreportage entstehen.

Ruth Eichhorn (Bildchefin GEO)

Gewinner Publikumspreis

Manuel Bauer
Sam Dzong – ein Dorf zieht um

Manuel Bauers Projekt «Sam Dzong – ein Dorf zieht um» ist wesentlich mehr als eine fotografische Dokumentation. Berichterstattung und aktives Handeln sind darin eng aneinandergekoppelt, und der Fotograf ist teilnehmender Beobachter im besten Sinn: Seinen Recherchen und Bildern ist es zu verdanken, dass er die Wassernot der Dorfbewohner und die verzweifelte Suche nach einem Ausweg als leicht verständliche, dramatische, aber auch berührende Geschichte erzählen kann. Bereits bisher konnte er damit beachtliche Unterstützung und materielle Hilfe mobilisieren. Wenn Manuel Bauer mit der Kamera nun das abenteuerliche Umsiedlungsprojekt bis zum Ende begleitet, so ist das für die betroffene Bevölkerung auch ein wichtiges Zeichen der Hoffnung – Hoffnung, dass der steinige Weg in die Zukunft auch Früchte tragen wird. Das Vertrauen der porträtierten Menschen, die gekonnte Veranschaulichung komplexer Zusammenhänge sowie eine tiefe Faszination für die Schönheiten von Natur und Kultur – all dies zeichnet Manuel Bauers Fotoarbeit aus. Sam Dzong wird darin zu einem exemplarischen Fall, einer Metapher für viele ähnliche Klima-Notfälle auf der ganzen Welt.

Peter Pfrunder (Direktor Fotostiftung Schweiz)

Ausserdem für den Greenpeace Photo Award nominiert waren:

Marco Frauchiger, Früchte des Zorns

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Anne Gabriel-Jürgens, DETOX – Müll abladen in Indien

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Miriam Künzli, Das rote Gold aus dem Meer

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Kai Löffelbein, Death metals – mining for the first world

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Yann Mingard, Lonza/Visp/Quecksilber

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