Die Gewinner des Greenpeace Photo Award 2016 sind:
Marizilda Cruppe, Gideon Mendel, Cristina de Middel/Bruno Morais

Der Greenpeace Photo Award 2016 ist seit dem 1. Oktober zu Ende. 11 nominierte Fotoschaffenden aus sechs Kontinenten stellten auf www.photo-award.org ihre noch nicht realisierten Fotoprojekte zum Thema Umwelt der Öffentlichkeit vor. Über 19’000 Besucher gaben ihre Stimme ab. Das Projekt mit den meisten Stimmen gewann den Publikumspreis von 10’000 Euro.
Zusätzlich wurden von einer internationalen Jury, zusammengesetzt aus Peter Pfrunder (Direktor der Fotostiftung Schweiz), Azubuike Nwagbogu (Direktor Lagos PhotoFestival) und Ruth Eichhorn (ehemalige Bildchefin GEO), zwei Jurypreise à je 10’000 Euro verliehen.
Die von Greenpeace finanzierten Preise werden von den Fotografen für die Umsetzung ihrer Projekte verwendet. 2017/18 werden die Jurypreise in GEO veröffentlicht, der Publikumspreis erscheint im Greenpeace Magazin.

Publikumspreis

LeltschukMarizilda Cruppe – «Leben und sterben für den Regenwald»

Frauen in Brasilien leiden oft am meisten unter den Landkonflikten. Ihr Umfeld ist von Machismus geprägt, und die Rolle der Frau in der Gemeinschaft wird systematisch geschwächt. Trotzdem kämpfen Umweltschützerinnen von indigenen Gruppen und am Fluss lebenden Gemeinden unermüdlich für ihre Rechte. Cruppe will Müttern, Arbeiterinnen, Kommunalpolitikerinnen und Aktivistinnen durch ihre Fotografie eine Stimme verleihen und deren Kampf dokumentieren. Dafür plant sie ein multimediales Projekt, bestehend aus Fotografien, Videos, Tonaufnahmen und Texten.

Jurypreis

Gideon Mendel – «Welt unter Wasser»

Die Fotografien, die Gideon Mendel zum Thema Klimawandel beisteuert, kann man nicht so leicht vergessen: Allzu eindringlich blicken uns die betroffenen Menschen entgegen, und durch den weltumspannenden Ansatz werden wir selber zu Betroffenen. Selten wurde eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit in so überzeugende Bilder übersetzt – in eine dokumentarische Fotografie, die einem strengen Plan folgt und dabei auch das Potenzial von Inszenierung und Partizipation, Konzept und Ästhetik voll ausschöpft.

Peter Pfrunder, Head of Jury Greenpeace Photo Award, (Direktor Fotostiftung Schweiz)

Jurypreis

Cristina de Middel/Bruno Morais – «Exessocenus»

Cristina de Middel und Bruno Morais sind gerade dabei, die Grenzen zwischen Fotografie und Film und zwischen Fotojournalismus und Fiktion zu verschieben. Ihre Bildserien sind im Sinne eines «New Storytelling» zu verstehen, die den Betrachter nicht mit der schnellen Information beliefern,sondern ihn involvieren und zur Reflexion einladen. Es gelingt ihnen, mit dieser neuen Darstellung der Realität uns die Wahrheit näher zu bringen. Nach vielen Jahren im klassischen Fotojournalismus, arbeiten sie jetzt mit Script und Storyboard und kreiern ihre Bilder, die ästhetisch überraschend und intensiv sind und voller intelligentem Humor.

Ruth Eichhorn, Jurymitglied Greenpeace Photo Award (ehemalige Bildchefin GEO)

Ausserdem für den Greenpeace Photo Award nominiert waren:

Cortis & Sonderegger, Gletscher

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Fabrice Monteiro, Die elfte Prophezeiung – Eling

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Lu Guang, Umweltverschmutzung und Nahrungssicherheit

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Karen Miranda Rivadeneira, Omeede

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Rafal Milach, Wir gehen zugrunde

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Mário Macilau, The Profit Corner

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Robin Hammond, Was Fleisch wirklich kostet

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Daniel Beltrá, Grönland schmilzt

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